/M.M.
Allgemeinpraktiker. Vater von vier Kindern. Wittwer.

Jo für mi ischs nid eso e Tabu, drüber z’rede. — Villicht, will er relativ oft jetzt – aso au vo dene Krankheitsverläuf, wo ich weiss, das goht zum Tod – guet ich red mit de Lüt au nid grad immer : ‹‹sie wärde stärbe und s’wird so und so si››. S’chunnt no bitz druff a i wellem Stadium me devo redet, aber — eigentlich denn, denn scho als mit de Ziit, wenn me seht das es nümm allzu fern isch. Oder, denn chömme au Froge wäge däm. Und denn vermiid ich nid, drüber zrede. Aso nei. S’Gegenüber reagiert au druff. Dass die eigentlich erlichteret sin, dass me devo redet, eigentlich au. Und dass denn au villicht scho Sache chömme – ebe, si heige Angscht z’versticke zum Bispil, das isch no nid so sälte. Und dass sie an Maschine aghängt wärde und und so… sisch nid dr Tod an und für sich sondern sisch das Sterben, wo Angscht macht. Gsammtgsellschaftlich ischs worschinlich scho es Tabu, doch. – Nur die Spezielle, wo drmit ztue hän, die tüen ihn villicht bitz weniger tabuisiere. — Aber für mi ischs kei Tabu, für mi ghörts zum Läbe – sisch… Alles goht dört druff zue.

Antworten der anderen Personen

/R.G.
Bestatter. Familienvater.

«Obwohl mer immer so locker seit : «Ja, es isch doch klar, de Tod ghört doch is Läbe. Das weiss me doch.» Er isch ebe wückli nöd bi eim sälber im Läbe. Und das isch das, wo’s au so schwer macht. Will me am Tod kein Platz git, bi sich sälber.»

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